Stopp dem Frauenhandel

Projekt 2001 bis 2005:
Eine der widerwärtigsten und die Menschenrechte von Frauen unterdrückende Art von Gewalt ist der internationale Frauenhandel, eine Form von Sklaverei.
 
Bis zu 500 000 Frauen sind allein in Westeuropa davon betroffen.
Seit 1989 sind vor allem Frauen aus mittel- und osteuropäischen Ländern die Opfer. Schlecht ausgebildet und oft ohne Arbeit hoffen sie in der Migration auf Lebensunterhalt und berufliche Perspektive. So werden sie oft unter falschen Versprechungen in die Länder Westeuropas gelockt. Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung, oftmals unter Beraubung der persönlichen Freiheit und der sexuellen Integrität, sind Kennzeichen des äußerst gewinnträchtigen Geschäfts mit der „Handelsware Frau“.
 
Soroptimist International (SI) kämpft seit seinem Bestehen für die Rechte der Frau. In den letzten Jahren wurde verstärkt auch gegen Gewalt gegen Frauen angegangen, nicht zuletzt im Rahmen des Projekts SorGE der Deutschen Union von SI.
 
Das Unionsprojekt SorGe nimmt zugleich Aspekte des Programmfocus der Europäischen Föderation von SI auf, der u.a. auf Aus- und Weiterbildung für Mädchen und Frauen ausgerichtet ist.
 
Aufgrund der geographischen Nähe Bayerns zu Osteuropa einerseits sowie der geringen Vernetzung der mit dem Problem Frauenhandel befassten Institutionen und Initiativen ist dieses ein Thema von besonderer Brisanz.
 
Deshalb unterstützt der Soroptimist Club Bamberg - Kunigunde seit 2001 die „Modellberatungsstelle JADWIGA“ in München, bzw. seit 2003 deren Außenstelle „JADWIGA Hof“. (Träger des Projektes: Ökumenische gemeinnützige GmbH „Stopp dem Frauenhandel“, München.)
 
Das bayerische Modellprojekt JADWIGA will den Frauenhandel bekämpfen, setzt sich für die Rechte der Opfer ein und bietet Hilfe für die Betroffenen in Krisensituationen an.
 
JADWIGA fördert die Information und Aufklärung zum Problem Frauenhandel, insbesondere bei Politikern / Politikerinnen sowie Behörden und Institutionen, bei Presse und Fernsehen.
JADWIGA kooperiert mit anderen in- und ausländischen Institutionen und Ämtern. JADWIGA bietet Informationen, Referate und Vorträge zum Problem Frauenhandel.

 
Für weitere Informationen:
 
JADWIGA Hof
Luitpoldstraße 18
95028 Hof
Fon 09281 / 140 94 36
Fax 09281 / 160 137
 
Konkrete Maßnahmen:
 
Der SI Club Bamberg-Kunigunde

  • leistet finanzielle Unterstützung,

z.B.für die technische Büroausstattung der Beratungsstelle JADWIGA Hof;

  • informiert und sensibilisiert durch Öffentlichkeitsarbeit, z.B. durch Informationsstände, Vorträge und Presseartikel;
  • stellt Verbindungen her zu Kooperationspartnern, z.B. bei Polizei, Justiz, Frauenbeauftragten;
  • fördert die gezielte Vernetzung mit anderen Organisationen, z.B. dem „Arbeitskreis‚ Sexuelle Gewalt“ in Bamberg.

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