Besichtigung des Bamberger Sortengartens

Landschaftspflegerin Dipl.-Ing. Gertrud Leumer führte uns durch den Bamberger Sortengarten.

 


Seit 2012 gibt es in Bamberg den Sortengarten, der durch das Projekt: „Urbaner Gartenbau“ des Zentrums Welterbe Bamberg ins Leben gerufen wurde. Karin Dengler-Schreiber hatte damals dieses Projekt angeschoben und in das Investitionsprogramm Nationale UNESCO Welterbestätten eingebracht (im Rahmen der Landesgartenschau) mit der Überzeugung, dass hierdurch die Gärtnerstadt auf wunderbarste Weise aufgewertet wird. Der Bund war begeistert über dieses nachhaltige und traditionsbewahrende Projekt und so konnten insgesamt 1,3 Mio € investiert werden. Die konzeptionelle Begleitung leistete Diana Büttner, Frau Leumer betreute den Sortengarten von Stund an. Der Garten wird durch ehrenamtliche Helferinnen liebevoll gepflegt (Verein).

 

Ziel des Sortengartens ist es historische Bamberger Nutzpflanzen (überwiegend Gemüsepflanzen) zu erhalten und zu vermehren (anders als im Museumsgarten, der die Geschichte der Bamberger Gärtner zeigen will, was und wie über die Jahrzehnte angebaut wurde).

 

Frau Leumer präsentierte uns die fünf wichtigsten und bekanntesten Sorten Bambergs, die mittlerweile auch in die Arche des Geschmacks von Slow-Food aufgenommen wurden und weit über unsere Weltkulturerbestadt bekannt sind: der Bamberger Rettich, die Bamberger birnförmige Zwiebel, den Bamberger Knoblauch, den Bamberger Spitzwirsing und das Bamberger Hörnla (Kartoffel).

 

Der Sortengarten ist von Mai bis Oktober zu besichtigen, im Winter wird eine Kochwerkstatt angeboten, die Rezepte aus Bamberg ältestem Kochbuch nachkocht. Wer möchte kann am 11.November 2016 an einer Kochwerkstatt mit dem Verein Bamberger Sortengarten, im Rahmen eines VHS-Kurses, teilnehmen: http://www.vhs-bamberg.de/suche/kursdetails.html/I/17204-1056-5574088/das-bamberger-kochbuch-von-1805-.

 

Kulinarischer und anschaulicher kann man diese wunderbaren Kulturgüter Bambergs kaum nahebringen!

 

  



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